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EMS-Tag: Digitale Strategien für das Management von Überbeständen in der Chipbranche

Wie EMS-Unternehmen Überbestände reduzieren und Supply-Chain-Transparenz verbessern können

01.10.2025 – Der Würzburger EMS-Tag gilt als eine der wichtigsten Veranstaltungen der Electronics Manufacturing Services (EMS)-Branche. Geschäftsführer und Führungskräfte von EMS-Dienstleistern, Auftragsfertigugen sowie deren Zulieferern treffen sich dort, um aktuelle Marktentwicklungen, technologische Trends und strategische Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Die Veranstaltung kombiniert einen Seminartag mit einer Abendveranstaltung, die den fachlichen Austausch zwischen Referenten, Branchenexperten und Teilnehmern fördert.

22. Oktober 2025 – EMS-Tag im Vogel Convention Center Würzburg

Im Rahmen des EMS-Tags stellte Boris Ulmer aktuelle Forschungsergebnisse zum Management von Altlager und Überbeständen in der Halbleiter- und Elektronikindustrie vor. Hintergrund ist die Chipkrise der vergangenen Jahre, die in vielen EMS-Unternehmen zu strukturellen Überbeständen geführt hat und damit Liquidität, Planungssicherheit und operative Flexibilität belastet.

Der Vortrag zeigte, wie datenbasierte Ansätze und digitale Strategien Unternehmen dabei unterstützen können, Bestände effizienter zu steuern und Risiken in der Supply Chain zu reduzieren. Im Mittelpunkt standen wissenschaftlich fundierte Modelle zur Verbesserung der Datentransparenz entlang der Lieferkette und zur Reduzierung von Informationsasymmetrien zwischen Herstellern, Distributoren und EMS-Dienstleistern.

Vorgestellt wurden unter anderem standardisierte Datenstrukturen, Vendor-Managed Inventory (VMI), stochastische Nachschubsysteme, Füllratenmodelle sowie KI-gestützte Prognoseverfahren. Diese Instrumente ermöglichen eine präzisere Planung von Bedarfen und Lagerbeständen und unterstützen Unternehmen dabei, Bestände frühzeitig zu optimieren.

Ergänzend wurden operative Ansätze zur Reduzierung von Kapitalbindung und Lagerkosten diskutiert, darunter Rückkaufmodelle, Konsignationslager sowie digitale Marktplätze für überschüssige elektronische Bauteile.

Der Vortrag verdeutlichte, dass insbesondere die gezielte Einbindung von Distributoren sowie die Nutzung digitaler Plattformen entscheidend dazu beitragen können, Reaktionszeiten zu verkürzen, Bestandsrisiken zu senken und die Effizienz von Supply-Chain-Prozessen in EMS-Unternehmen nachhaltig zu verbessern.

Weitere Informationen zu den vorgestellten Studien sowie zu weiteren branchenspezifischen Analysen finden Sie unter www.halbleiter.de